Dritter Satz · Lyrik & Dichtkunst

Gedichte

Rubato

Verse aus dem echten Leben – mal schmerzhaft ehrlich, mal verschmitzt, immer menschlich. Alles kostenlos zum Lesen und Herunterladen.

Beim Doc – Romantiker mit Panikattacken

Buchcover „Beim Doc – Romantiker mit Panikattacken“: ein rotes Herz mit Pflaster, darüber ein Stethoskop.

Gedichte & Kurzgeschichten · E-Book (EPUB)

Mein erstes, und (bisher) letztes Buch mit gesammelten Werken aus 3 Jahren Inspiration und schmerzhafter Selbsterfahrung. Anfang dreissig hat man das Schlimmste schon hinter sich, ist gerade voll drin im Schlamassel, und hat definitiv das Schlimmste noch vor sich. Aber alles mit einem verschmitzten Lächeln.

Eine Auswahl daraus kannst du gleich hier unten direkt lesen.

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Sechs Gedichte

Aus dem E-Book – zum direkt Lesen. Den ganzen Band gibt es oben.

Beim Doc

Im Wartezimmer – wenn die Schmerzen weg sind, sobald man beim Arzt ist.

Nahtlos braun

Über Sonnenbrand und die Tücken des Sommers.

Fasten

Widerstand gegen Kuchen und Versuchung.

Es ist alles da

Philosophisches Gedicht über das ständige Suchen.

Philosophen

Satirisches Gedicht über philosophisches Denken.

Tränen

Über Trauer, die Freiheit sucht.

Aus „Beim Doc“

Beim Doc

Du kommst mit Schmerzen,
wo auch immer,
zum Doc; doch dann im Wartezimmer,
sind sie auf einmal weg. So’n Dreck,
denkst du, was denn jetzt sagen,
auf des Doktors bohrend Fragen?
Was war es denn beim letzten Mal?
Ach das ist doch ganz egal-
damit kannst ihm eh nicht kommen,
hätt’ ich mich bloß zusammengenommen
und wäre heute Morgen
ganz frisch und ohne Sorgen
zum Job anstatt zum Arzt gegangen,
nun muss ich um die Ehre bangen.
Au – da, die Schmerzen, Gott sei Dank,
ich dachte schon, ich bin nicht krank.
Au – tut das gut, weg die Gedanken
vom arbeitsscheuen Möcht’gern-Kranken.
Ich hoffe nur, der Schmerz bleibt da,
bis ich drin’ beim Doktor war.
Danach will ich dann schnell genesen,
mich fühl’n als wäre nichts gewesen,
damit ich nicht umsonst hier war,
ich bin doch krank – wie wunderbar.

Aus „Beim Doc“

Nahtlos braun

Seit 11 Uhr sitzt er in der Sonne
und genießt die warme Wonne,
die ihm auf den Rücken brennt.
Fünf Minuten noch – nein zehn,
ach es ist zu schön zum Geh’n,
und da ist er eingepennt.

Als er aufwacht, ist es drei,
die Mittagshitze ist vorbei
und natürlich große Pein:
Die Sonne tat nur ihre Pflicht,
briet ihn durch ihr helles Licht
wie am Spieß das Ferkelein.

Rot gefärbte Blasen schmücken
seine Beine, Po und Rücken,
er ist nicht schön anzuschaun.
Doch statt zu gehen, dreht er sich um,
nun ist der Bauch dran, gar nicht dumm,
so wird er sicher nahtlos braun.

Aus „Beim Doc“

Fasten

Ein Stück Torte thront vor mir,
dick und fett und feist mit Sahne,
ich schieb’ es hin und schieb’ es her,
glaube, fürchte, ja ich ahne,
dass ich’s essen werde, Mist!-
Wo doch Schlank-sein Mode ist.
Wollt’ ich nicht ab heute fasten!?
Runter mit den fetten Lasten?
Jetzt sitz’ ich hier bei Tante Trude,
nur schnell einen Kaffee trinken,
doch seit ich hier bin, fragt sie flehend:
Lecker Kuchen? Brot mit Schinken?
Nein Danke! Scheint sie nicht zu stören,
ich glaub’, sie will es gar nicht hören.
„Nu nimm doch Junge“, immer wieder,
so macht sie den Diätplan nieder.
Also nicke ich bei „Kuchen“,
denk’: Wenn sie’s denn glücklich macht,
doch eh ich sagen kann: Ein kleines…
hat sie dies Riesenstück gebracht.
Zufrieden wartet Trude leise,
bis ich das Tortenstück verspeise.
Gnädig nehm’ ich uns die Sorgen,
verschieb den Fastenstart auf morgen.

Aus „Beim Doc“

Es ist alles da

Immer auf der Suche nach der Liebe,
immer auf der Suche nach dem Glück,
ständig still’n wir ständig unsre Triebe,
so geht es vor und so zurück.

Immer auf der Suche nach Gefühlen,
immer auf der Suche nach dem Rausch,
ständig sind wir ständig nur am Wühlen,
Auto-, Wohnungs-, Partner-, Arbeitstausch.

Immer auf der Suche nach dem Morgen,
selten auf der Suche nach dem Hier,
ruft unser Innerstes voll Sorgen:
Such, was du suchst, in dir!

Aus „Beim Doc“

Philosophen

Es gab mal einen klugen Mann,
der dachte sich: Jetzt fang ich an,
den Menschen zu ergründen.
Er suchte dann nach einer Form,
nach einer allzu menschlich Norm,
um die Wahrheit rauszufinden.

Und als er sich Gedanken machte,
und dabei an das Denken dachte,
da fiel’s ihm ein: Wie sinnig,
ich – der sich Gedanken macht,
ich – der isst und trinkt und lacht,
ich denke, also bin ich.

Dabei ließ er es bewenden
und hat sich, ohne’s zu beenden,
bis hinein ins Grab gegrübelt.
Keiner hat sich drum gekümmert,
dass dieser Satz allein verschlimmert,
niemand hat es ihm verübelt.

So wurd’ das Denken hoch veredelt,
gedankenfreie Zeit verwedelt,
zum Sein gehört nun mal das Denken.
Doch leider war der trüglich Schluss,
dass der Mensch nun denken muss,
um sein Sein zu lenken.

Ein Andrer sitzt nun da und sinnt,
sieht ein, wie Denken oft gewinnt
über die Gefühle. Er sagt sich bald:
Ich will’s nicht mehr,
wär ich bloß gedankenleer,
wie komm’ ich raus aus dem Gewühle?

Ich kann doch nicht fürs Denken leben,
da muss es doch was andres geben…
und endlich fällt’s ihm ein.
Nun schneidersitzt er vor dem Ofen,
nach Art der neuen Philosophen:
Ich denke nicht – nun kann ich sein.

Aus „Beim Doc“

Tränen

Trauer halte ich gefangen
hinter schmerzend roten Wangen,
würd’ ihr gern auf allen Gleisen
Wege in die Freiheit weisen,
doch zu lang schon inhaftiert,
wehret sie sich ungeziert,
einen andern Weg zu nehmen
als den einzig wahren - Tränen

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Glücklicher Weise gab es für meine Kunst noch keine KI. Diese hilft ja mittlerweile beim Texten oder Musizieren, und das erschreckend gut. Wer ein Gedicht braucht, für welchen Anlass auch immer, kann das mit KI schreiben lassen. KI halt.. Wenn es aber den menschlichen Charakter enthalten soll, helfe ich gern weiter! Ich liebe reimen und lasse mich vom GEIST inspirieren und nicht aus der Cloud ;)

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